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Reisebericht: Entlang des legendären Highway 1

Im dritten Teil meines Reiseberichtes entführe ich euch auf den Highway 1 zwischen Monterey und Cambria im wunderschönen Kalifornien. Wir übernachteten auf dem Kirk Creek Campground mit unserem Wohnmobil.

INHALTVERZEICHNIS
REISEBERICHT 2099 MEILEN ABENTEUER

Dieser Artikel ist Teil unseres Reiseberichtes „2099 Meilen Abenteuer“.

  1. Teil I „2099 Meilen Abenteuer“ vom 6. August 2016
  2. Teil II „Reisebericht aus San Francisco ist mehr als Hippies & Golden Gate Bridge
  3. Teil III „Reisebericht: Entlang des legendären Highway 1“ (hier liest du gerade)

Und täglich grüßt das Murmeltier

Kurz nach 5 Uhr – wiedereinmal war der Jetlag erbarmungslos mit uns. Die Nacht war deutlich kälter als erwartet und wir schmissen als erstes unsere gasbetriebene Heizung an. Am ersten morgen waren wir trotz Full-Hookup (also Wasser, Abwasser und Strom am Platz) jeck genug um die Campground Duschen zu besuchen.

Dies sollte auch das einzige und letzte mal sein das wir dies in den zwei Wochen taten. Nicht das du Duschen übermäßig dreckig waren sondern wir überzeugten uns von unserem Deluxe Bad-Tempel den wir im Wohnmobil hatten. Fortan wurde also im Wohnmobil auf Plätzen mit Full-Hookup geduscht. Zu komfortabel war es, einfach „hinten“ in die eigene Dusche zu gehen (Warmwasser gabs natürlich auch!).

Die Sache mit dem Feuermelder

Wie es sich für ein echtes amerikanisches Frühstück gehört, machten wir uns gleich daran „scrambled eggs with bacon“ zu zaubern. Unser Rauchmelder bevorzugte allerdings wohl eher ein leichtes Frühstück und war dem frisch gebratenen Schinken etwas abgeneigt. Seine Ablehnung machte er lautstark nicht nur vor uns deutlich, sondern weckte prompt den Campground. Jedenfalls wussten wir jetzt das wir uns „im Fall des Falles“ auf ihn verlassen könnte, überhören konnte man ihn jedenfalls nicht.

Es ist gar nicht so einfach die Batterien des Höllenteils herauszunehmen, unter dem Druck nicht alle Nachbarn wecken zu wollen und gleichzeitig das Gerät nicht zu beschädigen.

Die Sache mit dem Schlüssel

Als erstes Tagesziel haben wir das Monterey Bay Aquarium auf unserer Liste stehen, bevor wir dann auf dem legendären Highway No. 1 entlang der Pazifikküste bis zum Kirk Creek Campground cruisen wollen.

Stromkabel abgezogen? Check! Wasserleitung getrennt? Check! Markise eingefahren? Check! Es kann losgehen! Moment mal – wo liegt eigentlich der Schlüssel? Als ob unser mitteilungsfreudige Rauchmelder nicht aufregend genug war zu unserem selbst verschuldetem Glück auch noch der Schlüssel weg. Schweißperlen und Adrenalin – gleich am ersten Miettag den Schlüssel verloren?

Schlussendlich lernten wir, als ich dann den Schlüssel unter meinem Kram im Alkhoven gefunden hatte, fortan den Schlüssel an einen festen Ort zu legen (das kleine Brett über der Tür eignet sich hervorragend dafür!).

Der Ideale Startpunkt für eine Reise entlang der Küstenstrasse

Monterey liegt ungefähr 160km südlich von San Francisco und 480 km nördlich von Los Angeles, ein mildes Klima, eine wunderbare Landschaft und fantastische Strände machen den Küstenort Monterey zu einem idealen Startpunkt für eine Fahrt über den Highway No. 1. Die Stadt mit einem einzigartigen Flair war früher vorallem für seine zahlreichen „Cannaries“ also Fischverarbeitungsfabriken bekannt. Auch heute prägen die alten Industriegebäude noch das Stadtbild.

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Wo früher Sardinen in Dosen gepresst wurden sind heute viele nette Restaurants, Shops und Butiken zu finden. Uns interessieren diese eher weniger. Wir wollen in das Monterey Bay Aquarium. Einem der größten und bekanntesten Aquarien weltweit.

Wohmobilparkplatz Monterey Bay Aquarium

Wer einen Parkplatz für sein Wohnmobil in Monterey für den Besuch in der kalifornischen Küstenstadt Monterey und für das berühmte Aquarium sucht wird in der Cannery Row am Hafen ein paar kostenpflichtige Parkplätze (Parkschein) finden. Den genauen Preis kenne ich nicht mehr, erinnere mich aber das die Preise ganz human waren. Aber auch hier gilt: Früh da sein, gegen Mittag waren alle RV-Plätze restlos belegt.

Nationalpark Big Sur, Julia Pfeiffer STATE PARK und der Highway 1

Der Küstenabschnitt der direkt in südlicher Richtung hinter Monterey anfängt, ist einer der schönsten Straßen Nordamerikas und als National Scenic Byway ausgewiesen.  Auf etwa 150 Kilometern länge schlängelt sich der Highway entlang tosender Wasserfälle, eindrucksvoller Strände und Brandungen

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Kirk Creek Campground

Genächtigt haben wir auf dem Kirk Creek Campground. Einem kleinen staatlichen Campground dessen Vorreservierung in der Hauptsaison (besser auch in der Nebensaison, die alternativen in der Nähe sind beschränkt) ich nur wärmstens empfehlen kann. Für unseren Reisezeitraum im Mai 2016 waren bereits Monate im voraus alle Plätze belegt.

Es lohnt sich auf jeden Fall hier vorbeizuschauen, denn ein Frühstück direkt an der Klippe zum Ozean werdet ihr in eurem Leben nicht ganz so oft haben. Die Gelegenheit im Bett dem Rauschen der Wellen und dem Sprühen der Wale (!) beim einschlafen zuzuhören ohne auch irgendwelche anderen Nebengeräusche wahrzunehmen sollte man sich nicht nehmen lassen.

Dieser Platz hatte weder Strom, Wasser noch eine Dumpingstation. Übrigens ist die einzige sanitäre Anlage ein Plumpsklo. Dafür bietet er einzigartige Plätze direkt am Pazifik.

Am Abend gab es für uns dann noch einen kleinen Spaziergang hinab zum Wasser. Ein kleiner Trail führt direkt vom CG zum rauen Ufer einige Meter unterhalb des Platzes. Dichtes Gebüsch muss durchkreuzt werden und wer hat sollte besser eine Heckenschere mit sich führen um sich seinen Weg zu bahnen. Frei nachdem Motto: Wer hat, der kann.

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Unser Mega-Fahrtag von Kirk Creek bis an den Rand des Yosemite Nationalparks

Eine besondere Herausforderung in unserer Planung war es, den Highway 1 sowohl als auch den Yosemite Nationalpark in einer Einwegroute von San Francisco bis Los Angeles zu kombinieren.

Gelöst haben wir das Problem ganz pragmatisch indem wir einen wirklich langen Fahrtag eingebaut haben, für den uns das halbe Womo-Abenteuer Forum vermutlich (zu recht?) für verrückt erklärt hätte 🙂 An dieser Stelle übrigens nochmal ein herzliches Dankeschön, an die vielen zahlreichen aktiven Mitglieder die nicht nur uns zur Planung dieses fantastischen Trips verholfen haben!

Insgesamt 365 Kilometer wollten am 3. Tag zwischen Kirk Creek und Oakhurst zurückgelegt werden. Dank dem typischen entspannten und hilfsbereiten Fahrstil der Amerikaner war das für uns bei weitem nicht so anstrengend wie erwartet und gut machbar. Mit einem kleinen Einkauf in Selma bei Wal-Mart und einigen Stopps entlang des Highway 1 war auch dieser Tag trotz der langen Fahrzeit ein echter Urlaubstag.

Aktuelle Situation zum Highway 1: In diesem Jahr (2017) gestaltet sich ein Trip auf der Straße als schwierig. Mehrere eingestürzte Brücken machen es derzeit nahezu unmöglich z.B. den Kirk Creek Campground zu erreichen. Es funktioniert zwar im Prinzip über die Fergusson Road den Campground anzufahren, ist aber mit einem Wohnmobil aufgrund der engen Straßen und zahlreichen Serpentinen nicht zu empfehlen. Voraussichtlich im September soll die erste Brücke neu errichtet worden sein. Aktuelle Informationen zum Stand der Dinge dazu erhaltet ihr immer hier

Auch Google Maps möchte derzeit keine Routenplanung dort gestatten, deshalb verzeiht die unübersichtliche Darstellung meiner Karte. Sobald die Straße frei ist, werde ich dort selbstverständlich den korrekten Weg einzeichnen.

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