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Trip Report: Frankfurt nach Madrid in der LATAM Business Class

Es gibt nicht sonderlich viele dieser Verbindungen innerhalb Europas die ein „echtes“ Business Class zu einem verhältnismäßig angenehmen Preis versprechen. Der tägliche LATAM Flug von Santiago de Chile über Madrid nach Frankfurt ist einer dieser Perlen. Als sog. „5th Freedom“-Flug wird dieser Roundtrip mit einer State-of-the-Art Boeing 787 Dreamliner durchgeführt – und damit mit einer echten Full-Lie-Flat Business Class.

LATAM BUSINESS bereits ab ca. 200€ als RoundTrip nach Madrid

Wer also schon immer mal nach Madrid wollte, oder sich von Rike’s Städtetripratgeber inspiriert fühlt und sich erschwinglichen Luxus gönnen will – für den ist das Flugpärchen LA 704/LA 705 die erste Wahl!

Oftmals gibt es bei den verschiedenen OTAs oder bei LATAM selber den Hin- und Rückflug bereits um die 200€ p.P.

Das Sakko Sitzt, der Schlips ist gebunden – Auf gehts

Wie es sich für einen für einen echten Business Class Fluggast gehört wird das üppige Freigepäck von 2x 30kg (!) nicht einfach in der verstopften Economy-Schlange am Check-In Schalter abgegeben, für uns und die anderen „Premiumpassagiere“ gibt es eine eigene „Schlange“ die eigentlich gar keine Schlange ist, weil wir sofort dran waren. Könnte aber auch daran liegen, das wir bereits um 15 Uhr dort waren (planmäßiger Abflug um 19:00 Uhr).

Unsere frühe Ankunft war natürlich durchdacht, denn wie es sich für echte Einmal-Im-Leben-Business-Fluggäste gehört (mehr lässt unsere Armut und unser Meilenkonto leider nicht zu -), wollten wir unseren Aufenthalt in der dazugehörigen „Lounge“ maximieren.

Da LATAM keine eigene Lounge in Frankfurt für einen täglichen Besuch lohnt, hat man sich bei Air Canada einquartiert. Bei einer Lounge handelt es sich um einen der geheimen versteckten Orte auf einem Flughafen die dem gemeinen Economy Class Gast verborgen bleiben könnten.

Die Maple Leaf Lounge von Air canada

Air Canada Maple Leaf Lounge

Die sogenannte „Maple Leaf“-Lounge befindet sich im Sicherheitsbereich des Terminal 1. Das heißt, man geht erst durch die Sicherheitskontrolle um dann den inneren Hedonisten gemütlich in der Lounge bis zum Abflug befriedigen. Konkret gibt es in dieser Lounge ein kleines warmes Buffet, Erfrischungsgetränke, eine grooooße Auswahl von alkoholischen Spirituosen (von Becks und Erdinger Weissbier zum Zapfen über Ramazotti, Baileys und Jack Daniels bis hin zum Tanqueray Gin), diverse Weine, WiFi-Zugang, TVs, Internetterminals, internationale Zeitungen, Ruhebereich und sogar Duschen. Alles natürlich „inklusive“ ohne Aufpreis. Dazu eine gemütliche, attraktive Atmosphäre in ansprechend gestalteten Räumen die zum Verweilen und vergessen des Reisestresses einladen.

Wir starten mit einem warmen (und äußerst leckerem) Gulasch und einem Bier. Wir lassen uns in die weichen Sessel mit perfektem Ausblick auf die B-Gates und Runway fallen und überlegen uns, wie wir wohl am besten bei Ankunft um 22:05 in Madrid zum Eurostars 5-Sterne Tower Hotel kommen. Da wir keine Lust haben, groß mit der Regionalbahn und dann den Koffer durch die halbe spanische Nacht zu rödeln – werden wir uns später für ein Taxi (ca. 30€) entscheiden.

Dieses Modell vom Air Canada Dreamliner im Eingang der Lounge zeigt das ihr richtig seid

Dieses Modell vom Air Canada Dreamliner im Eingang der Lounge zeigt das ihr richtig seid

Bis zum Boarding um 18:20 Uhr, genießen wir die herrliche Ruhe innerhalb des hektischen Flughafens. In der Mitte der Lounge befindet sich ein großes „Lagerfeuer“ das rein optisch echt was hermacht. Vom schönen holz vertäfelten Eingang bis zur echten kanadischen Lagerfeueratmosphäre bietet diese Lounge dem Nutzer einen echten Mehrwert.

Your Flight is Ready for Boarding, We Like to Welcome Our Business Passengers first

Von der Lounge bis zum Gate sollte man noch etwas Zeit einplanen, denn dadurch das der Flug weiter nach Santiago geht, befindet sich dieses im interkontinentalen Bereich des Flughafen und man muss nochmal durch die Passkontrolle, die aber zugegebenermaßen recht entspannt und durch die elektronischen Schleusen zügig abläuft.

LATAM Champagne

Dekadent marschieren wir gehobenen Hauptes als Priority Gäste in den gerade mal ein Jahr alten 787-9 Dreamliner (CC-BGF). Unmittelbar am Eingang biegen wir statt rechts ins Legehennenabteil nach links in die funkelnde Welt der Glanz, Glitzes und Champagner. Oder so ähnlich. Prompt kriegen wir die schweren Wintermäntel von den freundlichen chilenischen Flugbegleiterinnen abgenommen und genießen unseren Welcomedrink. Wir entscheiden uns gegen den Pisco Sour und wählen den klassischen „Champagne“. Warme Nüsschen runden den ersten Eindruck vom geräumigen, sauberen und fasziniert beleuchtetem Innenraum des „Wide-Body“-Flugzeuges ab. Wow!

Bringen Sie ihren Sitz in die Aufrechte Position und klappen sie ihren Tisch hoch – Denkste!

Bereits zum Take-Off mussten wir zwei Spielkinder,  gleich als Business unerfahren outen. Denn bereits am Gate, lagen wir das erste mal auf den bequemen „Full-Lie-Flat“-Sitzen die sich in ein komplettes Bett verwandeln. Die Rückverwandlung zum Sitz für den Take-Off gestaltete sich für zwei blutige Premium-Greenhorns schwierig, denn das der Sitz noch nicht komplett zurückgefahren ist merkt man selbst nicht unbedingt – aber eine kleine LED über den Sitzen. Sie leuchtete und verriet uns uns direkt bei den Flugbegleiterinnen und ließ uns nun unter Anleitung der Damen komplett hinauffahren.

Wenige Minuten nach dem Start klappten wir unsere Tische auf dem Mittelteil des bequemen Doppelsitzes aus die zugleich mit einer festlichen weißen Tischdecke bedeckt wurden. Anders als in der Economy werden hier die Mahlzeiten auf echtem Porzellan serviert und ansehnlich dargestellt.

Die Mär vom rotwein

Schlimm genug das ich mich peinlich als Business-Class Anfänger outen musste, wurde auch meine nicht vorhandene Kompetenz der Edelweine zugleich auf eine harte Probe gestellt. Zum Essen sollte es bei mir Rotwein geben – die Flugbegleiterin stellte mir Modell A (aus Argentinien) sowohl auch Modell C (aus Chile) vor. Ich entschied mich, warum auch immer für Modell A. Das war anscheinend die falsche Wahl, die charmante Dame setzte alles daran – mich für Modell C zu überzeugen. Mit Erfolg. So gab es dann doch den chilenischen Wein für mich, den Wein aus Ihrer Heimat (so sagte sie). Ist das mit chilenischem Wein und argentinischem Wein irgendwie was besonderes, so wie Schalke und Dortmund – oder Merdeces und Audi? Klärt mich bitte auf!

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Ein Warmes Bett in Knapp 12000 Metern höhe

Satt und etwas betäubt durften wir nun unseren Sitz bis komplett zur Liegeposition fahren und entspannen. Der riesige IFE-Bildschirm war für uns nur nebensächlich, nicht das mich das hauptsächlich spanisch und englisch Sprachige Programm gestört hätte, aber auch dem nur etwas mehr als 2-Stündigen Flug nach Madrid wollte ich nur etwas Musik hören… und was gibt es besseres als in einem solchen Augenblick zu sanfter Reggae Musik aus einem Bob Marley Best-Of zu vegetieren?

Da dieser Flug nur jeweils einmal am Tag durchgeführt wird (FRA – MAD von 19:30 Uhr bis 22:05, MAD – FRA von 15:05 bis 17:50) ist die Übernachtung in Madrid obligatorisch. Mit einer Voucher Aktion bei MakeMyTrip.com, die zur Buchungszeit fette Rabatte auf 5-Sterne Hotels gaben, beschlossen wir unseren Trip zwischen den Weihnachts-/Neujahrsfeiertagen zu einem echten Luxustrip zu machen.

Hoch Hinaus im Eurostars Madrid Tower Hotel

Wir buchten das Eurostars Tower Madrid Hotel für gerade einmal bombastischen 26,50€ pro Person und Nacht! Wir waren zwar in der nur 13. Etage des 236m hohen Wolkenkratzers, der Ausblick aber dennoch schon phänomenal.

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Gewöhnungsbedürftig war nur für uns beide Freunde, das dass Badezimmer welches über kein klassisch abgetrenntes Badezimmer verfügte, sondern stylisch als „Glaskontainer“ im Raum stand. Samt Toilette, Dusche und Badewanne. Lediglich eine schicke Holzblende die man wie eine Jalousie drehen konnte diente als Blickschutz.

 

 

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